[Rezension] Skam – Staffel 1

Produktionsland: Norwegen
Genre: Drama
Episoden: 11
Deutsche Erstausstrahlung: /
Wo kann ich es schauen?: Dailymotion

Heute kommt mal was, was eigentlich bisher nicht so in das Schema meiner Serien gepasst hat. Jedoch bin ich irgendwie mehr oder weniger zufällig auf diese Serie gestoßen und dachte mir – ok ein Versuch ist es wert. Dazu muss ich allerdings sagen, diese Serie gibt es nur in Norwegisch mit Untertiteln. Also ist es schon eine kleine Herausforderung, sie zu schauen. Jedoch muss ich sagen, dass mich die erste Staffel wirklich überzeugt hat. So gesehen kann man es als ein harmloseres Skins bezeichnen, wobei das dem ganzen auch nicht gerecht wird. Es dreht sich in der Serie um die Jugendlichen an einer norwegischen High School. Es geht um Liebe, die Bewältigung des Alltages in der Hölle der High School und um das wichtigste Thema für die meisten Jugendlichen in Norwegen – den Abi-Bus. Ich musste mich auch erst einmal belesen und finde die Tradition eigentlich ganz cool. Jedoch muss ich zur ersten Staffel sagen, dass sie sich zwar ab und an immer wieder ein bisschen gezogen hat, aber es trotzdem die Spannung für solche Themen immer wieder aufgebaut hat. Was mich so ein wenig gestört hat, war die  kurze Länge der Folgen. Das hat mich so an Degrassi erinnert und irgendwie mag ich das nicht. Ich habe mich so daran gewöhnt, dass eine Serie gefälligst 45 Minuten und mehr zu bieten haben muss, dass ich mit 20 Minuten Folgen irgendwie nicht so wirklich klar komme. Jedoch hat es der Serie nicht wirklich einen Abbruch getan. Es ist wieder so eine Serie, in der jeder einen Charakter für sich finden kann. Sowohl einen zum Schwärmen als auch einen, um sich mit ihm zu identifizieren. Auch wenn ich eher so der Typ für andere Serien bin, hat es mir durchaus Spaß gemacht, der Geschichte von Eva und Co. zu folgen. Auch ein wenig mit ihnen zu fiebern und zu leiden.
Wer Serien wie Skins und Degrassi mochte, dem kann ich diese Staffel und vermutlich auch diese Serie wärmstens empfehlen. Was Teen Dramen angeht, kommt man hier mehr als auf seine Kosten. Reinschauen lohnt sich auf jeden Fall, auch wenn es ein wenig nervig ist mit den Untertiteln. Aber man gewöhnt sich daran.

4 von 5 Punkten

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[Rezension] Reign – Staffel 2

Produktionsland: Vereinigte Staaten
Genre: Drama, Historisch
Episoden: 22
Deutsche Erstausstrahlung: August 2015
Wo kann ich es schauen?: Netflix

Zuerst einmal, es tut mir so leid, dass vor 2 Wochen keine Serienrezension kam. Allerdings habe ich einfach nicht die Zeit gefunden in den letzten Wochen wirklich mich in eine Serie zu vertiefen und hatte deshalb leider nichts mehr auf Lager. Doch die Zeit ist ruhiger geworden und so habe ich Reign weitergeschaut.
Ich mochte ja schon die erste Staffel, doch die zweite hat da noch ein bisschen einen drauf gesetzt. Wir beginnen eine kurze Zeit nach dem Staffelfinale der ersten Staffel. Die Pest hat gewühtet und Tausende mit sich in den Tod gerissen. Damit müssen Mary und Francis nun erst einmal umgehen, aber dabei soll es nicht bleiben. In schönster CW Manier und vor allem auch der Reign Staffeln bekommt man in den 22 Folgen wirklich Spannung und Drama. Hier wird an nichts gespart und trotz der Vielfalt an Intrigen und Geschichten in der ersten Staffel schafft es die zweite es doch noch neu zu erfinden und noch mehr zu machen. Andere Geschichten reinzubringen, schlimmere Intrigen zu spinnen. Wie auch schon die erste Staffel wird in der zweiten Staffel kaum ein Thema über sehr viele Folgen gezogen. Ungefähr aller 5-10 Folgen kommt ein neues Übel um die Ecke, was die Spannung aber auch bei der Serie behält. Selbst wenn es mal ein Thema sein sollte, das für einen selbst nicht wirklich die Spannung vorantreibt, so kann man sich sicher sein, dass schon bald das nächste kommen wird. Das resultiert aber natürlich auch daran, dass man aufpassen muss. Mal schnell ins Bad hüpfen oder einen Snack holen und dabei laufen lassen? Kaum möglich, weil man dann gut und gerne mal Details verpasst, die im Laufe der Serie noch wichtig werden. Bei dieser Serie habe ich wirklich gelernt auf die kleinen Dinge zu achten. Die meisten Serien sind gerne einmal so konzipiert, dass nicht alles wichtig ist und schon gar nicht überall Verbindungen zu erkennen sind. Bei Reign ist das allerdings ein wenig anders. Hier wird von Spannung und Details gelebt. Der Zuschauer wird vor dem Fernseher festgebunden, während auf dem Bildschirm die schönsten Hinterhalte ausgeführt werden. Besonders das Finale hat es mir diesmal aber angetan. Nachdem die ganze Staffel über die Weissagung von Nostradamus meist nur nebensächlich zum Plot beiträgt, bringt das Finale noch einen schönen Plottwist in diese Sache mit ein, der in mir einfach den Wunsch weckt, auch die nächste Staffel zu schauen. Auch Catherines Rolle im Finale trägt genau zu der Spannung bei, die ich bisher von dieser Serie gewöhnt bin.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass mich die zweite Staffel genau wie die erste im Bann gehalten hat. Es ist eine würdige Fortsetzung wie ich finde und bei weitem nicht schlechter als das, was wir bereits gesehen haben. Umso gespannter bin ich auf die dritte Staffel und was sich dort alles noch entdecken lässt. Aber auch was unsere arme Mary nun noch erwartet.

4 von 5 Punkten

[Rezension] Percy Jackson – Die letzte Göttin von Rick Riordan


Jetzt sind Percy und seine Freunde gefragt: Ihr Todfeind Kronos holt zum letzten Schlag aus und marschiert auf den Olymp zu, mitten ins Herz von New York – dabei sind doch die olympischen Götter alle ausgezogen, um gegen das wiedererstandene Monster Typhon zu kämpfen! Gemeinsam mit den Jägerinnen der Artemis und den zum Leben erweckten Denkmälern der Stadt versuchen die jungen Halbblute, den Sitz der Götter zu verteidigen, aber zu allem Unglück haben sie auch noch einen Spion in den eigenen Reihen. Gut, dass wenigstens eine Göttin im Olymp zurückgeblieben ist …

Ach das letzte Buch von Percy Jackson. Nach dem Cliffhanger im letzten Buch musste ich einfach weiterlesen. Besonders dadurch, dass meine Neugierde angefeuert wurde. Ich mochte Nico von Anfang an und dadurch, dass im letzten Buch auch der Showdown stattfinden musste, war ich umso gespannter, wie das alles passieren würde. Auch weil wir noch immer in einem modernen Setting sind und da auf einmal mit Streitwagen und Schwertern durch die Großstadt rennen? Ich war wirklich gespannt. Zu aller erst muss ich sagen, dass ich die Lösung wirklich gut fand. Ich mochte den Aufbau und den Drang zum Finale hin. Auch wenn es stellenweise wirklich so war, dass es sich gezogen hat, war doch eine klare Zielstellung zu erkennen. Einiges mag in den Moment, wo es auftrat kaum Sinn ergeben haben, aber im Verlauf der Geschichte klärte es sich dann doch ganz gerne auf, was es mit manchen Dingen so auf sich hatte. Percy als unser Held und Vollidiot in einem glänzt auch in diesem Buch wieder mit seiner Anwesenheit und einfach seiner Art. Ich weiß nicht, wie es anderen geht, aber ich persönlich musste ihn einfach mögen. Kann vielleicht auch daran liegen, dass er mich an einen anderen Charakter erinnert aus der RPG Szene. Aber egal, der wirkliche Showdown hat mich dann allerdings nicht so begeistert. Durch die Stückelung war es irgendwie nicht wirklich so dramatisch und spannend, wie ich es erwartet hatte. Ich hätte mir gewünscht, dass es eine große Szene gewesen wäre und nicht diese Stückelung in mehrere verschiedene kleine Szenen. Das hat die Spannung zwischendurch immer wieder etwas rausgenommen und auch die Dramatik ein wenig gekillt. Dafür hat sich der Schreibstil schön an die Szene angepasst und diese unterstützt. Man konnte wirklich mitfühlen und ist so auch wieder leichter in die Spannungsbögen reingeglitten, als wenn es anders geschrieben worden wäre. Nach dem Showdown kam dann nur noch das Ende und ich muss sagen, ich hatte es ein wenig geahnt, was passieren würde. Ab hier kommt ein kleiner Spoiler also wenn ihr nichts darüber lesen wollt, stoppt hier am besten. Seit der ersten Begegnung mit Rachel wusste ich, dass sie weiter in der Serie vorkommen würde. Und die Szenen mit ihr im letzten Buch zusammen mit der Szene von Hades und dem Orakel.. Es war eigentlich ziemlich klar, dass es nur mit ihr als Orakel enden konnte. Und was die Beziehung zwischen Annabeth und Percy angeht. Ach kommt schon, das war doch jedem klar, wie es ausgehen musste. Besonders seit dem Kuss im letzten Buch.
Alles in allem bin ich aber doch ganz zufrieden mit dem Finale dieser Reihe. Natürlich hätte es besser sein können, aber es hätte auch viel schlimmer sein können. Also kann ich nur sagen, dass jeder, der die Reihe angefangen hat, sie auch ruhig beenden kann. Es ist ein befriedigendes Ende, nicht wie das aus Divergent.

4 von 5 Punkten

[Rezension] Das Juwel – Der schwarze Schlüssel von Amy Ewing

Violet Lasting kehrt ins Juwel zurück – die Entscheidung.
Der dritte Teil des dystopischen Fantasy-Bestsellers ›Das Juwel‹ von Amy Ewing.

Violet und der Geheimbund Der Schwarze Schlüssel bereiten einen Angriff auf den Adel vor, und Violet soll eine zentrale Rolle dabei spielen. Sie muss die jungen Frauen anführen, die die Auktion manipulieren und die Mauern der Einzigen Stadt zum Einstürzen bringen sollen. Doch Violet ist hin- und hergerissen. Ihre Schwester Hazel ist im Palast der Herzogin vom See gefangen. Um ihre Schwester zu retten, muss sie ihre Freunde und die gute Sache im Stich lassen und in das Juwel zurückkehren.

Fast ein Jahr ist es mittlerweile her, dass ich den zweiten Teil von ‚Das Juwel‘ gelesen habe. Ich muss sagen, ich habe mich schon ziemlich auf diesen Teil gefreut, jedoch ist es nun einmal auch der Abschluss der Reihe, weshalb ich mich eine Weile darum gedrückt habe. Wenn ich bedenke, dass ich es eigentlich gar nicht erst lesen wollte, hat es mich letztendlich doch ziemlich mitgerissen.
Ich werde in dieser Rezension ein wenig spoilern für die Leute, die den zweiten Teil bzw. den ersten und den zweiten Teil noch nicht gelesen haben. Also falls dies noch nicht der Fall ist, würde ich lieber erstmal die lesen, bevor ihr die Rezension lest. Nun aber direkt ins Buch. Nach dem Ende des zweiten Teils war es eigentlich klar, was kommen wird. Die Storyline hat sich mittlerweile so weit zugespitzt, dass der große Kampf bevor steht, doch Violet denkt natürlich hauptsächlich an ihre kleine Schwester, die mittlerweile in den Händen ihrer alten Herrin ist. Aus dem Grund kommt es dann auch dazu, dass sie noch einmal in das Juwel reist und uns einen neuen Einblick darin gewährt. Wir erfahren in diesem Teil, wie es hinter den Kulissen zugeht. Eine Sache, die ich nicht erwartet habe aber die mich sehr positiv überrascht hatte. Normalerweise erhält man in solchen Büchern nur selten den Einblick noch aus einer anderen Perspektive, was ich diesem Buch nur zu gute halten muss. Das ganze spitzt sich natürlich im Verlauf des Buches alles auf den großen Kampf gegen die Adligen zu. Um ehrlich zu sein, hätte ich mir da mehr erwartet. Ich weiß auch nicht, wieso, aber mich hat die Spannung zwar mitgerissen, doch der wirkliche Teil dann war mehr so: Meh. Einzig die Stelle mit Raven und ihrer alten Herrin hat bei mir nochmal eine Gänsehaut ausgelöst. Das kann aber auch einfach daran liegen, dass Raven (zusammen mit Garnet) mein Lieblingscharakter in dieser Buchreihe ist. Somit habe ich mich auf jede Stelle mit ihr gefreut. Jedoch habe ich nun gemerkt, dass ich vielleicht ein wenig satt bin von dieser Art von Trilogien. Nicht, dass sie nicht spannend sind, doch ist es immer wieder das gleiche Muster. Im ersten Buch wird die Geschichte gesetzt und die Grausamkeit erzählt, im zweiten kommt es zur Flucht (entweder wirklich oder gedanklich) und im dritten zum Sturz bzw. Kampf gegen die böse Übermacht. Es hat einfach für mich was ausgelutschtes. Die konstante Gefahr ist mir auch hier nicht zu wahr. Es hat alles einen distanzierten Charakter, auch wenn natürlich wichtige Leute sterben und es dadurch näher wird. Aber ich weiß auch nicht, es hat mich irgendwo erschöpft, dass es wieder so ist. Was ich mir auch in diesem Buch gewünscht hätte, wäre ein kleiner Zukunftsausblick gewesen. Eine Art: 19 Jahre später (Got it? :D). Das fand ich persönlich schade. So bleiben zwar die Möglichkeiten offen, was passieren könnte, aber ich weiß auch nicht. Es wäre einfach schön gewesen.
Es ist aber auf jeden Fall ein guter Abschluss der Reihe, auch wenn er mich nicht so sehr begeistert hat, wie die vorherigen Teile. Lesenswert für die Fans der Reihe ist er alle mal.

 

3 von 5 Punkten

[Rezension] Sherlock – Staffel 4

Produktionsland: Vereinigtes Königreich
Genre: Drama, Krimi
Episoden: 3
Deutsche Erstausstrahlung: Juni 2017
Wo kann ich es schauen?: Netflix

Wie lernt man Geduld? Es gibt natürlich viele Wege, doch der beste ist vermutlich noch immer: Fan der BBC Serie „Sherlock“ sein. Wer glaubt, dass es schwer ist ein Jahr auf den Start der neuen Staffel zu warten, der sollte erst einmal drei Jahre warten dürfen. Jedoch tut man das gerne für Sherlock Holmes und Dr. John Watson.
Gut, ich gebe zu, ich habe mich selbst gequält, indem ich auch noch bis zur Veröffentlichung auf Netflix gewartet habe. Aber ARD hat nur die Ausstrahlungsrechte und nicht die Streamingrechte bekommen, weshalb die Mediathek da leider für mich flach fiel. Jedoch genug geschwafelt über das allgemeine und rein in die neue Staffel!
Nach dem zugegebenermaßen extrem spannenden Staffelfinale der dritten Staffel blieb einem ja geradezu nichts anderes übrig, als auch diese Staffel zu schauen. Die Sonderfolge letztes Jahr zählt für mich nicht wirklich mit in den Fluss rein, auch wenn es dazu gehört. Aber ich konzentriere mich da lieber auf die Hauptstaffeln. Es war mir so eine Freude meine Zeit wieder mit dem Detektiv verbringen zu können, dass ich jede Minute genossen habe, so sehr sie mir auch Schmerzen bereitet hat. Und das kann ich euch sagen, Sherlock hat mich wieder leiden lassen in dieser Staffel. Die Macher der Serie verstehen sich wirklich darauf, den Zuschauer mitfühlen zu lassen und zu schocken. Vor allem hält man im Nachhinein nichts mehr für zufällig, das treibt einem die Serie gehörig aus. Wir sehen in dieser Staffel wieder altbekannte Gesichter, aber auch neue werden in dieser Staffel vorgestellt, die noch ein wenig  zusätzliche Spannung reinbringen. Hier wird wieder eine Kunst an den Tag gelegt, die man kaum von anderen Serien her kennt. Das kommt vermutlich auch daher, dass jede Folge auf eine Art Film-Format zustrebt. Nicht nur in der Länge sondern auch gerne in der Machart. Es macht einen schön bewusst, wie sehr so eine Geschichte einen berühren kann und sogar die Menschen berührt, die man eigentlich als emotionslos bezeichnen würde (Mycroft, hust). Es war so schön, wieder in die moderne Welt des Sherlock einzutauchen und mit ihm gemeinsam die Fälle zu lösen, obwohl man noch lange nicht die Schlüsse ziehen kann, wie es unser liebster Detektiv tut. Ich freue mich auf die nächste Staffel, wenn sie denn in drei Jahren kommen sollte. Ein wenig Zynismus muss doch bei einer Serie wie Sherlock sein. Ich finde aber, dass diese Staffel deutlich mehr mit Emotionen gespielt hat als die anderen, einfach aufgrund der Personen oder der Art und Weisen, wie die Dinge passieren. Es ist doch immer wieder faszinierend, wie viel passieren kann in gerade einmal 3 Folgen Sherlock pro Staffel.
Eigentlich kann ich die Serie nur jedem wärmstens empfehlen, solange er in der Lage ist zu verdrängen, wie lange man letztendlich auf eine neue Staffel mit ihm warten muss. Aber es lohnt sich, wirklich!

4 von 5 Sternen

[Rezension] Percy Jackson – Die Schlacht um das Labyrinth von Rick Riordan

Die Armee des Titanen Kronos wird immer stärker! Nun ist auch Camp Half-Blood nicht mehr vor ihr sicher, denn das magische Labyrinth des Dädalus hat einen geheimen Ausgang mitten im Camp. Nicht auszudenken, was passiert, wenn Kronos und seine Verbündeten den Weg dorthin finden! Das müssen Percy und seine Freunde unbedingt verhindern. Unerschrocken treten sie eine Reise ins Unbekannte an, hinunter in das unterirdische Labyrinth, das ständig seine Form verändert. Und hinter jeder Biegung lauern neue Gefahren …

 

Percy Jackson. Wie viel Zeit habe ich mittlerweile schon in seinen Büchern verbracht? Genug auf jeden Fall, um mich immer wieder auf das nächste Buch zu freuen. So war es auch mit diesem Teil. Ich hatte zwar begonnen es als Hörbuch zu hören, aber habe dann doch schon bald wieder auf das Buch gewechselt. Irgendwie fand ich es so viel angenehmer wahrzunehmen als wenn ich es nur gehört hätte.
Wieder dreht sich das Buch rund um unser junges Halbblut Percy Jackson. Wie jedes Buch in dieser Reihe beginnt es im Sommer oder besser zum Anfang des Sommers. Eine neue Schule, und neue Probleme begleiten auch hier den Hauptcharakter. Und doch schafft es Rick Riordan in diesem Buch wieder die Welt der griechischen Mythologie neu und spannend zu verpacken. In diesem Buch dreht sich alles um das Labyrinth, wie der Titel schon vermuten lässt. Jeder, der sich mit der Mythologie ein wenig auskennt, wird genau wissen, von welchem Labyrinth in diesem Buch die Rede ist. Es ist immer wieder faszinierend wie die Götter und Geschichten einfach in die moderne westliche Welt übertragen und eingewebt werden. Neben dem zentralen Thema des Buches kommt auch immer wieder das zentrale Thema der Buchreihe zur Sprache: Percy Jackson und seine Rolle in der Welt der Götter – zusammengefasst in einer Weissagung. Es sind wieder die typischen Charaktere mit am Start, die uns mittlerweile allen ans Herz gewachsen sind. Doch neben der Geschichte um Percy wird auch die Geschichte von Grover ein wenig mehr herausgestellt und auch ein wenig mehr verfolgt. Schade finde ich es nur, dass dieses Buch in der Ich-Form geschrieben ist, weshalb wir leider kaum Einblicke in die Reise von anderen Charakteren bekommen. Jedoch sind viele Bücher in dieser Art geschrieben, um mehr mit dem Hauptcharakter fühlen zu können. Erst in diesem Buch hat es mich aber wirklich irgendwie gestört. Jedoch ist es auch verständlich, dass man nicht mitten in einer Buchreihe den Schreibstil ändern kann. Im Laufe des Buches passieren verschiedene Dinge, die mich doch immer wieder für einen Moment stoppen ließ. Nicht, weil es nicht spannend war, sondern weil einige Stellen mich so verwirrt hatten im Moment des Lesens. Natürlich setzt sich dann immer schön wieder das ganze Bild zusammen am Ende, jedoch muss man auch erstmal an diese Stelle kommen. Einzig und allein der Cliffhanger am Ende war wirklich gemein. Bisher war ich ein mehr oder weniger klaren Schnitt von diesem Autor gewöhnt, doch dieses Ende war alles andere als sauber. Aus diesem Grund kann ich es nicht abwarten auch den letzten Teil und somit das Finale zu lesen.

 

3,5 von 5 Punkten

[Rezension] Bates Motel – Staffel 4

Produktionsland: Vereinigte Staaten
Genre: Drama, Thriller
Episoden: 10
Deutsche Erstausstrahlung: September 2016
Wo kann ich es schauen?: Netflix

Hach ja, Bates Motel. Oder eine Serie, die ich aus purer Langeweile angefangen habe und die mich trotzdem irgendwie gefesselt hat. In diesem Beitrag werden höchstwahrscheinlich Spoiler zu den vorherigen Staffeln zu finden sein. Also wenn ihr noch nicht mit Staffel 3 durch seid, würde ich euch raten, diesen Text nicht zu lesen.
Ich bin damals ohne irgendeine Vorahnung in diese Serie reingegangen. Erst am Ende der ersten Folge erfuhr ich, dass es auf dem Alfred Hitchcock Film „Psycho“ beruht. Oder in einer gewissen Art und Weise dessen Vorgeschichte betrifft. Zu Anfang der Serie ist alles noch soweit in Ordnung, doch je weiter die Folgen voranschreiten, desto mehr und mehr kann man den psychischen Verfall von Norman zuschauen. In den ersten Staffeln hat er schon mehrere Morde begangen – an einige kann er sich erinnern, an andere nicht – so erscheint es zumindest. Schon in der dritten Staffel wird ein Bild geprägt, was sich durch die vierte Staffel zieht. Norman Bates nimmt die Persönlichkeit seiner Mutter Norma Bates an. Beginnt ihre Kleider zu tragen, während sie weg ist. Im Staffelfinale von Staffel 3 tötet Norman seine ehemalige Freundin. Schon in der Schlussszene wird sehr deutlich, dass er glaubt, seine Mutter würde ihn dazu anstiften bzw. würde die Morde begehen. So ähnlich zieht sich das auch durch die neue Staffel. Ich persönlich bin der Meinung, dass diese Staffel auch sehr dunkel gehalten ist, um sich der Stimmung anzupassen. Vermutlich auch um sich dem Geisteszustand des Jungen zu gleichen. Immer wieder passieren in dieser Staffel Dinge, die mich geschockt haben. Klar, einige Dinge waren schon klar, sobald sich auch nur die Richtung angedeutet hatte, jedoch war eine Sache zum Ende dabei, die ich beim besten Willen nicht vermutet hatte. Hier zeigt sich wirklich, wie psychisch labil Norman mit der Zeit eigentlich geworden ist. Seine Krankheit scheint auch von Folge zu Folge schlimmer zu werden. Eine Empfehlung meinerseits wäre nicht unbedingt in der letzten Folge zu essen. 😀 Denn ansich passiert nichts ekelhaftes alá Saw, jedoch ist es auf einer tieferen Art verstörend und in gewisserweise auch ekelerregend. Ich habe danach jedenfalls das Essen erstmal für einen Moment gelassen, um ehrlich zu sein.
Wer die Serie angefangen hat, sollte sie auch weiterschauen, wenn sie einen interessiert. Denn auch wenn die Geschichte ziemlich verstörend ist, so ist sie in gleichem Maße auch faszinierend. Deshalb werde ich auch die fünfte Staffel – und damit auch die finale Staffel – schauen, sobald diese auf Netflix verfügbar ist.

3 von 5 Sternen